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Shtetl, Sexkontrolle, NS-‚Auslese‘

Frauen rund um das Griechenmarktviertel

Anlässlich des Umzugs des Literaturhauses werfen wir einen neuen Blick in das – auch migrantische – Biotop des Griechenmarktviertels. In der randständigen Schartgasse und Schemmergasse wurden Sinti verfolgt; proletarische ‚Ostjüdinnen’ lebten ein anderes Frauenbild als die assimilierten bürgerlichen Jüdinnen. Als Asoziale etikettierte BewohnerInnen sollten weniger Kinder gebären und wurden in der NS-Zeit zwangssterilisiert. Ärzte bestellten Prostituierte ins Untersuchungshaus ein. Zu Füßen des heutigen Luxushotels Wasserturm, das eine berühmte Innenarchitektin ausstattete, fanden revolutionäre Kämpfe und auch politisches Kabarett statt. Heute leben viele InderInnen im Viertel. 

 

 

Dauer: ca. 1,5 Stunden mit anschließendem Cafébesuch

Kosten: 10 €

Die Führung kann auf Anfrage gebucht werden.