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Unterwegs mit Luise Straus-Ernst

„Hindernisse muß man überspringen.“

Lou Straus-Ernst auf einer Werbetafel an der Archäologischen Zone, dem Ort des zukünftigen Jüdischen Museums © Die Turmkoop
Lou Straus-Ernst auf einer Werbetafel an der Archäologischen Zone, dem Ort des zukünftigen Jüdischen Museums © Die Turmkoop

Luise Straus gilt als Vorreiterin für weibliche Berufstätigkeit und Unabhängigkeit. Sie war ein paar Jahre mit Max Ernst verheiratet, doch der Ehemann kam ihr bald abhanden und sie musste in der Inflationszeit sehen, wie sie sich über Wasser hielt. Hausfrauentugenden hatte sie nicht vorzuweisen, aber die alleinerziehende Mutter hatte viele andere Talente.

 

Luise Straus war eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen Deutschlands, ‚Muse‘ der Kölner Dada-Szene, kurzzeitige Leiterin des Wallraf-Richartz-Museums, eine weit über das Rheinland hinaus wirkende Kunst- und Kulturjournalistin. Nach der Trennung von Max Ernst schaffte sie es, die Rolle des ‚Familienernährers‘ zu übernehmen. Von den Nazis als Jüdin ins Exil getrieben, mußte sie sich in Paris beruflich neu erfinden, was ihr auch gelang, bis die Deutschen 1940 einmarschierten.

 

Die Schauspielerin Sonja Kargel schlüpft in die Rolle dieser ungewöhnlichen Kölnerin und führt durch ihr spannendes Leben. Gegebenenfalls fährt die Gruppe unterwegs 2 Stationen mit der KVB, um den Weg abzukürzen.

 

Gästeführerin: Sonja Kargel

Kosten: 15 €

Treffpunkt: Rathenauplatz 9