Biografische Führungen · 28. Juni 2020
Ihr Leben beschrieb sie als »Sprachodyssee«, als Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Kölner Agnesviertel ging sie zum Studium nach Heidelberg und Italien. 1940 emigrierte sie mit ihrem Mann über England in ihr endgültiges Exilland, die Dominikanische Republik. Hilde Domin jonglierte mit den Sprachen, besonders mit denen ihrer Exilländer. Ausgelöst durch eine schwere Krise kam sie zum Schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort … Das Wort aber war das...

Biografische Führungen · 21. Juni 2020
Luise Straus gilt als Vorreiterin für weibliche Berufstätigkeit und Unabhängigkeit. Sie war ein paar Jahren mit Max Ernst verheiratet, doch der Ehemann kam ihr bald abhanden und sie musste in der Inflationszeit sehen, wie sie sich über Wasser hielt. Hausfrauentugenden hatte sie nicht vorzuweisen, aber die alleinerziehende Mutter hatte viele andere Talente. …

Themenführungen · 20. Juni 2020
In der Kölner Südstadt suchen wir Orte – mal öffentlich, mal privat – auf, anhand derer wir die Kolonialgeschichte Kölns sichtbar machen. Dabei richten wir unseren Blick gezielt auf Frauen* als Akteurinnen. Es geht um Frauen, die selbst oder deren Eltern aus den kolonialisierten Gesellschaften stammten, die Teil des Kölner Lebens waren und Widerstandspraxen gegen Kolonialisierung lebten. Wir erzählen von Arbeiterinnen in einer Schokoladenfabrik und Frauen des Kölner Bürgertums, die …

Themenführungen · 14. Juni 2020
Auf dem Spaziergang vollziehen wir Frau Richmodis’ fragwürdige Karriere von der Sagenheldin zum Fall in der medizinischen Literatur nach, lernen Judenärztinnen, weise Frauen und Heilige kennen, die auf dem frühneuzeitlichen Gesundheitsmarkt mit Ärzten und Handwerkschirurgen konkurrierten. …

In Stadtteilen · 06. Juni 2020
Wussten Sie, dass Ehrenfeld um 1850 quasi aus dem Nichts entstand? Sie erfahren, warum eine Stenotypistin zwangsweise sterilisiert wurde, wo das erste Krankenhaus stand, wie schmal der Grat zwischen einem ‚braven‘ und einem ‚verdorbenen‘ Fabrikmädchen war und was barmherzige Ordensfrauen leisteten. Wir erzählen von einer unbarmherzigen, aber engagierten Politikerin, einer jugendlichen Widerständigen und von einer Wirtin, die immer schick sein wollte. …

Biografische Führungen · 24. Mai 2020
Schreibende Frauen arbeiteten lange Zeit im Verborgenen oder litten unter fachlicher Missachtung, denn der Bruch mit der traditionellen Geschlechterrolle erzeugte private oder gesellschaftliche Widerstände. Der Weg in die literarische Öffentlichkeit erforderte meist Leidenschaft und Charakterstärke, insbesondere bei kritischen Inhalten. …

In Stadtteilen · 17. Mai 2020
Der Rundgang durch das Severinsviertel stellt arme und rechtlose Frauen vor, die sich dennoch zu helfen wussten. Wir erzählen über die im Mittelalter beliebte Lebensweise der Beginen, über eine Rechtsberatungsstelle für Frauen von 1901 sowie über die Schokoladen-Arbeiterinnen bei Stollwerck. Sie erfahren, wo unverheiratete Schwangere gebären konnten, welchen Anteil Frauen beim ersten Kölner Lohnstreik hatten und wie die sog. Bayenamazonen zu ihrem Namen kamen. Gästeführerin: Merle...

Exkursionen · 15. Mai 2020
Sommer, Sonne, Wasser und Fahrtwind auf dem Rhein zwischen Köln, Mülheim und Zündorf. Auf der Colonia 5 reisen wir durch mehrere Jahrhunderte Kölner Stadt- und Frauengeschichte. Der Rhein prägte das Alltagsleben der Frauen: Sie reisten stromauf und stromab, arbeiteten als Binnenschifferinnen, brauten Bier, besuchten Kölner Flussbadeanstalten und hinterließen Spuren im neuen Rheinauhafen.

Die Künstlerin Sabine Weber berichtet über die Entwicklung des KunstWerks e.V., dem größten selbstverwalteten Atelierhaus in Deutschland, und die dort vertretenen künstlerischen Positionen. Bei dem Besuch erfahren Sie etwas über unterschiedliche Lebensentwürfe und (Überlebens-) Strategien von Künstlerinnen. Sabine Webers Arbeit basiert auf biografischer Erfahrung, u.a. auf der Suche nach ihrem „verlorenen“ jüdischen Großvater. Sie vergleicht ihre Kunst mit der Sensibiltät eines...

Biografische Führungen · 03. Mai 2020
Die Schriftstellerin Irmgard Keun führt Sie in der Person von Sonja Kargel durch ihr persönliches Kölner Viertel. Sie schrieb 1931 mit 26 Jahren ihren ersten Roman „Gilgi“ und avancierte zu einer bekannten Schriftstellerin der Weimarer Republik. 1932 erschien „Das kunstseidene Mädchen“, das ein noch größerer Erfolg wurde. Die Nazis verboten ihre Bücher als dekadente „Asphaltliteratur“ und trieben sie ins Exil. …

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