Vorträge und Lesungen

02. Dezember 2022 Lesung von Gün Tank

Porträt G. Tank: Heike Steinweg
Porträt G. Tank: Heike Steinweg

Gün Tank: Die Optimistinnen - Roman unserer Mütter. Buchvorstellung.

Eine neue Perspektive auf die Geschichte der Gastarbeiterinnen

Die 22-jährige Nour kommt in den siebziger Jahren nach Deutschland, um zu arbeiten. Sie ist eine der vielen Gastarbeiterinnen, sie ist jung, motiviert und optimistisch. Nour kommt aus Istanbul und lebt nun in einem Wohnheim in der Oberpfalz, mit Frauen aus Spanien, Italien, Griechenland, Jugoslawien, Marokko, Tunesien oder der Türkei. Während Nour Minirock trägt, tragen die oberpfälzischen Frauen im Dorf Kopftuch. Die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sind fragwürdig, die Entlohnung ist nicht gerecht. Als Nour vom Frauenstreik im Thüringen der zwanziger Jahre erfährt, ist sie inspiriert und stellt sich diesem Land: Gemeinsam mit all ihren Freundinnen wird sie für die Rechte der Arbeiter und vor allem der Arbeiterinnen kämpfen.

Mit ihrem Debüt «Die Optimistinnen» feiert Gün Tank die vielen Frauen, die sich in der deutschen Geschichte kaum wiederfinden. Starke Frauen, mutige Frauen: Mütter und Großmütter. (Gabriele) Gün Tank ist Autorin und Moderatorin. Sie hat Journalismus an der Marmara-Universität in Istanbul studiert und ihren Master in Public Administration an der Hertie School of Governance in Berlin gemacht. Sie war Kuratorin der Ausstellung 22:14 ...und es kamen Frauen (2011)  zu den ersten Arbeitsmigrantinnen der Bundesrepublik und der Veranstaltungsreihe CrossKultur, zuletzt arbeitete sie als  Beauftragte für Menschen mit Behinderung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Moderation: Nuria Cafaro (Mitglied im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und Mitarbeiterin im Kölner Frauengeschichtsverein)

Eine Kooperation mit der Rosa Luxemburgstiftung NRW,  InterKultur e.V. und dem Bürgerzentrum MüZe

Ort: Bürgerhaus MüZe, Mülheim, Berliner Str. 77

Start: 19.00 Uhr

Eintritt: frei

Es gelten die aktuellen Coronaregeln.

26. Oktober 2022  Kick off Veranstaltung: NEW DAUGHTERS OF AFRICA

Im Herbst 2022 findet die Auftakt-Veranstaltung zu einer neuen Lese-Reihe zur Literatur afrikanischer Frauen, der ein Buchprojekt zugrundeliegt, statt:  NEW DAUGHTERS OF AFRICA. Die Reihe beginnt mit einem Gespräch mit Julienne De Muirier, donna Kukama, Emilene Wopana Mudimu und Glenda Obermuller.  Die Anthologie NEW DAUGHTERS OF AFRICA (Myriad 2019) der in Ghana geborenen Herausgeberin, Autorin und Kritikerin Margaret Busby würdigt das Werk von 200 Schwarzen Schriftstellerinnen aus aller Welt und ist damit einzigartig. 2023 wird die Kölner Initiative stimmen afrikas im Unrast Verlag eine Ausgabe mit 30 Texten herausgeben.

An diesem Abend unterhalten sich Julienne De Muirier, donna Kukama, Emilene Wopana Mudimu und Glenda Obermuller mit der britisch-nigerianischen Autorin Sarah Ladipo Manyika über ihre Arbeit an der Auswahl der Autorinnen, die in die deutsche Kollektion eingingen.

Die Theater- und Filmschauspielerin Dela Dabulamanzi wird Kostproben der deutschen Übersetzungen sowie Passagen aus den Lieblingstexten des Kuratorinnenteams vorlesen:

Glenda Obermuller: The Bedford Women, Delia Jarrett-Macauley (Sierra Leone/ UK)

Donna Kukama: The

Audacity of Our Skin by Selina Nwulu (UK)

Julienne De Muirier: Chosen Family Rachel Eliza Griffiths (USA)

Emilene Wopana Mudimu: ''Home'' by Ketty Nivyabandi (Burundi/ Kanada)

Azizè Flittner verdolmetscht das Gespräch ins Deutsche.

Ort: Forum Volkshochschule im RJ-Museum am Neumarkt

Start: 19.30 Uhr

Eintritt: 8 € / 6

Wir weisen darauf hin, dass während der Veranstaltung Maskenpflicht besteht.

Weitere Veranstaltungen der Reihe am 15.11. und 6.12. sind der Homepage von Stimmen Afrikas zu entnehmen.

11. Oktober 2022  Selbstorganisierung von Migrantinnen in Köln - Zeitzeuginnen und Aktivistinnen berichten

Im Rahmen des Projektes „Selbstorganisierung von Migrantinnen in Köln“ lädt der Kölner Frauengeschichtsverein zu einer Abendveranstaltung ein. Als Zeitzeugin der migrantischen Frauenbewegung der 80er- und 90er Jahre berichtet Behshid Najafi von ihren Erfahrungen in verschiedenen Selbstorganisationen.

Gemeinsam mit der kurdischen Aktivistin Berfîn Celen diskutiert sie unter der Moderation von Aurora Rodonò (Migrationsforscherin/Kuratorin/Diversity Managerin) über migrantischen Feminismus als Teil der Kölner Frauengeschichte.

Nuria Cafaro stellt das von vom Digitalen Deutschen Frauenarchiv geförderte Projekt vor.
Ort: Friedensbildungswerk 
Obenmarspforten 7-11
50667 Köln

Zeit: 19:00 Uhr

Eintritt: frei.

Weitere Infos: https://www.frauengeschichtsverein.de/verein/selbstorganisierung-von-migrantinnen/

 

Anmeldung erbeten per  Mail. 

Die Ergebnisse des Projektes fließen 2023 in das Portal Deutsches Digitales Frauenarchiv (DDF) ein. Das DDF ist 'unser' Online-Fachportal zur Geschichte der deutschsprachigen Frauen-, Lesben- und Migrantinnenbewegungen. Es macht ausgewählte Quellen der Frauenbewegungs-Geschichte in digitalisierter Form für die breite Öffentlichkeit  zugänglich. Das DDF wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert; aus diesen Mitteln speiste sich auch das Kölner Ditalisierungs-Projekt zur Migrantinnengeschichte. Der Kölner Frauengeschichtsverein ist eines der lokalen Geschichtsprojekte, die als Archiv/Bibliothek und Vermittlungsstelle den i.d.a.-Dachverband als Träger des DDF mitgegründet haben.

30. März 2022  "Megären",  "Mannweiber", "Scheusale" .  Lesbische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück: Vortrag von Dr. Insa Eschebach

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, um 1940. Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Foto Nr. 1642
Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, um 1940. Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Foto Nr. 1642

Der Status lesbischer Häftlinge im FrauenKZ Ravensbrück wird kontrovers diskutiert.
Es ist bekannt, dass im Deutschen Reich der Paragraph 175 StGB, der die Strafverfolgung männlicher Homosexueller regelte, für Frauen nicht galt. Aber bedeutet „Verfolgung“ stets  nur strafrechtliche Verfolgung?
Lesbische Identität ist ein prekärer Status,  über diese weitgehend in Sprachlosigkeit und Unsichtbarkeit existierende Gruppe ist nur wenig bekannt.

Der Vortrag skizziert die Lebenswege einiger lesbischer Häftlinge  und diskutiert die homophoben Diskurse
in den NS-Ermittlungsakten und den Ravensbrücker Erinnerungsberichten.

Nicht zuletzt geht es um die Geschichte der „Gedenkkugel“, ein den lesbischen Häftlingen gewidmetes und umstrittenes Gedenkzeichen, das im Mai 2022 in der Gedenkstätte Ravensbrück installiert werden soll
Kooperation mit dem  NS-Dokumentationszentrum, dem Rubicon und der LAG Lesben

Vortrag und Diskussion  am Mittwoch, den 30.3., 19.00 bis ca. 21 Uhr

Ort: EL-DEHaus, Appellhofplatz 23

Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro

Anmeldung erbeten unter info@frauengeschichtsverein.de

 

Zur Referentin:

Insa Eschebach,  Dr. phil., Religionswissenschaftlerin und Publizistin, derzeit  Lehrbeauftragte am Institut für Religionswissenschaft der FU Berlin, vormalige Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück (2005-2020). Sie ist Mitglied in verschiedenen Gremien, u.a. im wiss. Beirat zur Neugestaltung der Ausstellung zum Frauenzuchthaus Cottbus (1939-45). Zahlreiche Veröffentlichungen zur  Frauen- und Geschlechtergeschichte des Nationalsozialismus sowie zu erinnerungskulturellen Fragestellungen.

 

15. März 2022  Mit Mut und List: Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg

Dr. Florence Hervé 2021
Dr. Florence Hervé 2021

'Weiblicher' Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde lange nicht gewürdigt, erzählt und erinnert. Dabei waren Frauen in Europa an allen Formen des antifaschistischen Widerstands beteiligt und haben besondere Formen der Résistance entwickelt. Ob im Kurierdienst, bei der Untergrundpresse oder selbst an den Waffen:

Sie haben für Freiheit, Frieden und Menschenrechte gekämpft und zur Befreiung von der NS-Herrschaft beigetragen.

Mit ihrem Buch „Mit Mut und List“ erinnert Dr. Florence Hervé  an diesen Frauenwiderstand in Europa und stellt einige Widerstandskämpferinnen vor.  Mit Texten und Einspielungen von Liedern aus dem antifaschistischen Widerstand. Es liest: Christiane Lemm.

 

Kooperation mit dem Förderverein des NS-Dokumentationszentrum Verein El-De-Haus e.V. und der VVN.

Vortrag und Diskussion  am Dienstag, den 15.3., 19.00 bis ca. 21 Uhr

Ort: EL-DEHaus, Appellhofplatz 23-25

Eintritt: wird noch bekannt gegeben

Anmeldung erbeten  über nsdok@stadt-koeln.de

19. März 2022  «Neuzeitliche Heldinnen» — ein Workshop zu Ehren von Alexandra Kollontai (Kooperationsveranstaltung)

Alexandra Kollontai, russisch-finnische Politikerin und provozierende Schriftstellerin ©Rosa Luxemburg-Stiftung
Alexandra Kollontai, russisch-finnische Politikerin und provozierende Schriftstellerin ©Rosa Luxemburg-Stiftung

«Die neuzeitlichen Heldinnen werden Mütter, ohne verheiratet zu sein, gehen vom Manne oder vom Geliebten fort, ihr Leben kann reich an Liebeserlebnissen sein und trotzdem werden sie sich selbst nicht zu den ‹verlorenen Geschöpfen› zählen! […] Vor uns steht nicht mehr das ‹Weibchen›, der Schatten des Mannes – vor uns steht die Persönlichkeit, das Weib als Mensch. […] Der neue Typ der Frau, innerlich selbstständig, unabhängig und frei, entspricht der Moral, die die Arbeiterklasse, eben im Interesse ihrer Klasse, ausarbeitet.»

Diese Worte stammen von Alexandra Kollontai. 2022 wäre sie 150 Jahre alt geworden. Die Politikerin war als Volkskommissarin für soziale Fürsorge die einzige Frau im revolutionären Sowjet-Kabinett und erste Ministerin weltweit.Später leitete sie die Frauenabteilung im bolschewistischen Zentralkomitee.

Mit der Oktoberrevolution 1917 kam es nicht nur zu grundlegenden ökonomischen Umwälzungen. Die Bolschewiki traten auch an, die Lebensweisen und gängigen Vorstellungen von Familie umzukrempeln. In den frühen Jahren des kommunistischen Staates gab es die weltweit fortschrittlichste Geschlechterpolitik der damaligen Zeit: Das uneingeschränkte Wahlrecht war bereits von der Provisorischen Regierung durchgesetzt worden. Die Räteregierung legalisierte darüber hinaus Abtreibungen, stellte unehelich und ehelich gezeugte Kinder gleich, entkriminalisierte Homosexualität, baute den gesetzlichen Mutterschutz aus und überführte Eheschließung und Scheidung in einen simplen Verwaltungsakt.

Kollontai hatte als Volkskommissarin großen Anteil an diesen Reformen.  Kollontai - alleinerziehend und mit wechselnden Männern zusammenlebend - wusste aus eigener Erfahrung: Nur wenn die Hausarbeit auch gesellschaftlich organisiert ist (statt allein in der Kleinfamilie), können Frauen einen Beruf ergreifen, ökonomisch auf eigenen Füßen stehen und sich aus der Abhängigkeit von ihren Ehemännern lösen. Auf dieser Grundlage sah Kollontai die Chance, eine «neue Moral» zu entwickeln und wirklich freie Bindungen einzugehen: Freundschaft, Liebe und Sexualität auf Augenhöhe, ohne Besitzansprüche. Liebe und Ökonomie, Moralvorstellungen und Klassenkampf sah Kollontai aufs Engste miteinander verknüpft.

Zugleich bestanden patriarchale Denkmuster und Strukturen in der russischen Gesellschaft fort, auch unter den Bolschewiki. Kollontai und ihre Mitstreiterinnen mussten sich den politischen Raum immer wieder erkämpfen. Als Agitatorinnen der jungen Räterepublik waren sie ihrer Zeit voraus.

In diesem Workshop werden wir uns anhand von Textauszügen und Diskussion mit dem Leben und Wirken Kollontais befassen, um von einer kämpferischen Politikerin zu lernen und eine spannende Frau zu ehren.

Träger: Rosa Luxemburg Stiftung NRW

Referentin: Anne Steckner (Trainerin, Autorin, Bildnerin)

Termin: 19.03.2022, 14:00 - 18:00 Uhr 

Ort: Alte Feuerwache Köln, "Offener Treff" (barrierefrei)

Eintritt frei. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, es wird um Anmeldung gebeten an an: evabockenheimer@gmx.de

Der Kölner Frauengeschichtsverein unterstützt die Veranstaltung ideell.

09. Dezember 2021  Kölner Jüdinnen in der APP  und Live (Irene Franken und Dorothee Schaper)

Bertha Sander, Innenarchitektin aus Köln, vermutlich gezeichnet von Dagobert Peche, © NS-Dokumentationszentrum Köln
Bertha Sander, Innenarchitektin aus Köln, vermutlich gezeichnet von Dagobert Peche, © NS-Dokumentationszentrum Köln

Herzlich Willkommen zum Festakt: Am Ende des Festjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland stellen wir das Ergebnis der Spurensuche des Kölner Frauengeschichtsvereins vor: Einen digitalen Rundgang zu ca. 30 Stationen, an denen Interessierte dem Leben, Wirken und oft tragischen Schicksal von Kölner Jüdinnen auf die Spur kommen können. 

Über die sicher oft wenig bekannten Biographien der Kölner Jüdinnen soll mit heute in Köln lebenden jüdischen Kölnerinnen gesprochen und deren Lebensgefühl zwischen Feiern und Bedrohung thematisiert werden. 

Vortrag und Diskussion (und ggf. auch Musik) am Donnerstag den 9. Dezember 19 bis ca. 21 Uhr

Eine Kooperation mit der Melanchthon Akademie.

Ort: Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24 b - Veranstaltungs-Nummer Nr. 1081S

Anmeldung erbeten unter https://www.melanchthon-akademie.de/programm/theologie-treiben/kursanmeldung/16979-koelner-juedinnen-auf-der-aepp-2021/

29 . November 2021  Jüdinnen in Köln – religiös, karitativ, feministisch - kein Widerspruch?  (Irene Franken)

Rosa Bodenheimer
Rosa Bodenheimer

An diesem Abend werden Kölner Frauen vorgestellt, die relevante Positionen im städtischen und kulturellen Leben sowie in der Frauenbewegung einnahmen: die für die Synagogengemeinde Roonstraße aktive Klara Caro, die Frauen der zionistischen Familie Bodenheimer, Margarethe Tietz als Kunst-Mäzenin und Wohltäterin jüdischer Einrichtungen, die Frauenrechtlerin und Amtsleiterin Hertha Kraus (allerdings Quäkerin) sowie eine Künstlerin aus der Gedok. 

 

Stadt Köln in Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichtsverein und der Melanchthon Akademie

 Vortrag am Donnerstag, 29. November 19.30 Uhr

 

Ort: Melanchthon Akademie, Veranstaltungs-Nummer Nr. 1080S , Anmeldung erbeten unter

anmeldung@melanchthon-akademie.de

14.10. 2021 Biografische Vorträge · 14. Oktober 2021Wie politisch ist das Private? Hannah Arendt und die Frauenfrage

Vortrag und Diskussion mit Kira Lizza am 115.  Geburtstag der streitbaren Theoretikerin und
Philosophin.

Datum: Do 14.10. 19:30 Uhr
Ort: Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-11, Info:  0221 9521945
Eintritt: Spende erbeten

23 . September 2021  Die Situation von Jüdinnen in der Kölner Geschichte (Irene Franken)

Frauen in der Synagoge, Postkarte
Frauen in der Synagoge, Postkarte

In 75 Minuten kann nicht 'die' Geschichte jüdischer Frauen dargestellt werden. Der Schwerpunkt dieses Abends liegt daher auf dem 19. Jahrhundert.  

In der Veranstaltung werden folgende Aspekte thematisiert: die rechtliche Situation der jüdischen Frau, die Bildung jüdischer Mädchen, Arbeitsmöglichkeiten (als Ausnahmefiguren: Flora Tietz, die Bankerin Therese Oppenheim), die Rolle der Mutter sowie die religiöse Beteiligung von Frauen am Gemeindeleben.

 

Stadt Köln in Kooperation mit dem Kölner Frauengeschichtsverein und der Melanchthon Akademie

 Vortrag am Donnerstag, 23. September 19.30 Uhr,

 

Ort: Melanchthon Akademie, Veranstaltungs-Nummer 1091S - Anmeldung erbeten

 

12. August 2021   Jüdische Frauenvereine und ihre Protagonistinnen (digital!)

Skizze des Jüdischen Frauenbundes © ADDF Kassel
Skizze des Jüdischen Frauenbundes © ADDF Kassel

Der Israelitische Frauenverein aus Köln ist eine der frühesten Gründungen in Deutschland. In den Blick der Geschichtsschreibung fällt er erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Jüdische Frauenbund spannte 1904 ein Dach auf Reichsebene, Kölner Frauen traten ein, aber sie formierten erst 1926 einen eigenständigen  Ortsverein. Was waren die Ziele der jüdischen Frauenvereine? Welche Organisationstruktur hatte der Jüdische Frauenbund? Welche Politik verfolgten die Frauen nach 1933 bis zum Verbot 1938?  Was können wir über die massgeblichen Leiterinnen Ida Auerbach und Klara Caro erfahren?

 

Referentinnen: Larissa Grebing, Irene Franken und Christina Panzer

Kooperation der Stadt Köln mit dem Kölner Frauengeschichtsverein und der Melanchthon Akademie

Vortrag am Donnerstag, 12. August 2021, 19.30 Uhr,

                                                                                               Ort: Dgital, Anmeldung über die Melanchthon Akademie, Veranstaltungs-Nummer 1079S - 

11. März 2021  Wahlrecht – na und? Wir brauchen Listenplätze! (Bettina Bab)

Parlamentarierinnen aus allen im Parlament vertretenen Parteien in der Wahlperiode 1924-1928, © ADDF Kassel
Parlamentarierinnen aus allen im Parlament vertretenen Parteien in der Wahlperiode 1924-1928, © ADDF Kassel

Der Kampf um das Frauenwahlrecht und aussichtsreiche Kandidaturen

 

Dieses Jahr stehen viele Landestagswahlen und die Bundestagswahl an. Aus diesem Anlass bietet Bettina Bab in Kooperation mit dem Frauenmuseum einen Zoom-Vortrag mit vielen Abbildungen an.

 

Im Dezember 1918 erhielten Frauen nach großem Widerstand das allgemeine gleiche Wahlrecht. Sozialdemokratinnen und eine Minderheit radikaler bürgerlicher Frauen hatten sich vehement dafür eingesetzt, die Mehrheit der Frauen hatte dieses breite Wahlrecht jedoch als zu weitgehend abgelehnt. Wie ging es danach weiter? Bekamen Frauen eine reale Chance, in der Politik mitzumischen? Anscheiennd nein, denn schon in den frühen 1920er Jahren gab es Frauenlisten, die wiederum heftig bekämpft wurden. Die Geschichte wiederholt sich. Bis heute?

Anschließende Diskussion erwünscht

Datum: Donnerstag, 11. März um 18:30 Uhr Anmeldung bis zum Vortag unter der Email-Adresse 


10. November 2020 : Ina Hoerner-Theodor: Zwischen Schweigen und Schippen

Frauen übernehmen die Versorgung
Frauen übernehmen die Versorgung

Frauen erlebten die Zeit zwischen Diktatur, Kriegsende und Wiederaufbau sehr unterschiedlich. Durch mühsame Reproduktionsarbeit sicherten sie das Überleben in der zerstörten Stadt. Frauenausschüsse in Köln entwickelten rudimentäre Ansätze von politischer Partizipation. Aber die Not der Nachkriegszeit überlagerte die Erinnerung an die zwölf Jahre Nationalsozialismus, so dass sich auch Täterinnen als Opfer sehen konnten.  Einige Fragen sind: Wie nahmen Besatzungsmacht und Journalist*innen diese Ambivalenz wahr? Welche Relevanz hatten die „Trümmerfrauen“?  Warum kam es trotz der Stärke und immensen Leistungen der Frauen so bald zu einer Restauration der tradierten Geschlechterverhältnisse?
Ina Hoerner-Theodor war 40 Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, sie hat mehrere Schriften zu frauen- und lokalgeschichtlichen Themen veröffentlicht. Als links-feministische Aktivistin hält sie Vorträge und führt historische Stadtrundgänge zu frauengeschichtlichen Themen durch.

Vortrag am Dienstag, 10. November 2020 - 19:00 Uhr  VHS, Coronabedingt findet die Veranstaltung als Live_Stream statt: vgl. den Link

In Kooperation mit der VHS Köln


6. November 2020 : Irene Franken: Emma Goldman - Stationen einer Freiheitsliebenden

Emma Goldmann -  Grafik von Sabine K. aus Berlin
Emma Goldmann - Grafik von Sabine K. aus Berlin

Emma Goldman (1869 -1940) war eine rebellische jüdische Atheistin und ist bis heute eine der bekanntesten Anarchistinnen. In der Hoffnung, harter Fabrikarbeit in der russischen Heimat zu entfliehen, wanderte sie 17jährig in die USA aus, wo sie es nicht besser antraf.  Sie radikalisierte sich, befürwortete in der frühen Exilzeit Gewalt als Mittel des politischen Kampfes gegen Unterdrückung und kam wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ ins Gefängnis. Später machte sie eine Kehrtwende zum Antimilitarismus und Pazifismus. Über Jahre kämpfte Emma Goldman auf ermüdenden Vortragsreisen durch die ganze USA für Redefreiheit und anarchistische Utopien. Sie vertrat feministische Positionen, u.a. die Aufhebung des Abtreibungsverbots und propagierte Geburtenkontrolle sowie freie Liebe - unabhängig von der sexuellen Orientierung. Sie positionierte sich aber gegen bürgerliche Frauenwahlrechtskämpferinnen, da sie die reine Gleichstellung der Frau mit dem Mann in einem hierarchischen System ablehnte. Und sie kam in ihrem Gefühlsleben häufig in Konflikte mit den eigenen Ansprüchen. Sie wurde häufig verhaftet, zuletzt im Ersten Weltkrieg wegen „Verschwörung zur Verhinderung der Einberufung zur Armee“.  1919 wurde sie aus den USA ausgewiesen. Zwangsweise in der Sowjetunion gelandet wurde Goldman zu einer vehementen Kritikerin des jungen Systems. Wieder musste sie auswandern und neue Exilländer finden, die sie aufnahmen. Wenig bekannt ist ihr Engagement für den Spanischen Bürgerkrieg gegen Lebensende.
Irene Franken ist - zusammen mit Gwen Edith Kiesewalter - Gründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins, sie hat mehrere Publikationen zu frauen- und lokalgeschichtlichen Themen veröffentlicht und führt historische Stadtrundgänge zu frauengeschichtlichen Themen durch.

Vortrag am Mittwoch, 06. November 2020 - 19:30 Uhr  im Friedensbildungswerk , Obenmarspforten 7-11. Coronabedingt ist die Platzzahl begrenzt, Anmeldung mit Daten erbeten unter info@frauengeschichtsverein.de,  Stichwort Krönchen

In Kooperation mit dem Friedensbildungswerk


27. Oktober 2020 : Ina Hoerner-Theodor: Die Frauen um Karl Marx - Vortrag

Jenny von Westfalen als junge Frau (um 1835). Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)
Jenny von Westfalen als junge Frau (um 1835). Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Jenseits der Würdigung der bahnbrechenden Werke von Karl Marx ist die Kritik der feministischen Geschichtsforschung an Theorie und Leben des Denkers von großer Bedeutung.

 

Jenny v. Westphalen hatte als Partnerin, politische Gefährtin und „Geschäftsführerin“ entscheidenden Anteil am geistigen Vermächtnis ihres Mannes. Helene Demuth sorgte für das (Über-)Leben der Familie. Die Töchter Jenny, Laura und Eleanor traten in die Fußstapfen ihrer Eltern und lebten mit Männern der sozialistischen Bewegung. Nur die Jüngste öffnete sich der „Frauenfrage“, die ihre Mutter nicht sehen konnte.

Ina Hoerner-Theodor war 40 Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, sie hat mehrere Schriften zu frauen- und lokalgeschichtlichen Themen veröffentlicht. Als links-feministische Aktivistin hält sie Vorträge und führt historische Stadtrundgänge zu frauengeschichtlichen Themen durch.

 Vortrag am Dienstag, den 27.10. , 19 Uhr VHS, Studienhaus, Cäcilienstraße/Josef-Haubrich-Hof.  Coronabedingt ist die Platzzahl begrenzt, Anmeldung erbeten unter vhs-gesellschaft@stadt-koeln.de.

In Kooperation mit der VHS Köln


3. September 2020: Die feministisches Bewegung in Argentinien ... - und was wir von ihr lernen können

Vortrag der Argentinienexpertin Alex Wischnewski

Kaum ein*e anderer*e soziale*r Akteur*in hat in den letzten Jahren weltweit für so viel Aufsehen gesorgt, wie die feministische Bewegung in Argentinien: Sie versammelte immer wieder Hunderttausende hinter radikalen und antikapitalistischen Forderungen und inspirierte feministische Kämpfe in einer Vielzahl von lateinamerikanischen Ländern. Durch diese Kraft kommt heute in Argentinien kaum jemand am Feminismus vorbei - auch nicht die neue Mitte-Links-Regierung, die nicht nur Themen aufgreift, sondern auch feministische Akteurinnen einbindet. Das stellt eine Bewegung, deren Stärke auf der Straße liegt, vor Herausforderungen - mehr noch, da die horrende Staatsverschuldung und die seit Mitte März bestehende Ausgangssperre aufgrund von Corona die Handlungsspielräume auf beiden Seiten begrenzen.

Wie bewegt sich die Bewegung derzeit in diesen Widersprüchen? Was können wir davon lernen? - Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Gesprächskreises Sülz-Klettenberg, des Allerweltshauses und des Kölner Frauengeschichtsvereins

 

Alex Wischnewski ist vom Standort Buenos Aires aus Referentin der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu transnationalen feministischen Bewegungen. Sie hat das Netzwerk Care Revolution mitbegründet und ist aktiv in der Partei Die LINKE.

 

Ort:Allerweltshaus, Körnerstraße 77-79, großer Saal

Zeit: 19 bis 21.30 Uhr Durch die Pandemie-Auflagen ist die Zahl der Teilnehmenden sehr beschränkt. Teilnahme ist daher nur nach Anmeldung möglich - Anmeldung unter post@rls-nrw.de.  

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und ist im Internet auf den Webseiten der RLS-NRW https://nrw.rosalux.de/ und des Gesprächskreises Sülz-Klettenberg http://rosalux-suelzklettenberg.de/ abrufbar !!

In Kooperation mit Allerweltshaus und RLS 


4. März 2020 : Ina Hoerner-Theodor: Frauen zwischen Schweigen und Schippen

Frauen übernehmen die Versorgung
Frauen übernehmen die Versorgung

Frauen erlebten die Zeit zwischen Diktatur, Kriegsende und Wiederaufbau sehr unterschiedlich. Durch mühsame Reproduktionsarbeit sicherten sie das Überleben in der zerstörten Stadt. Frauenausschüsse in Köln entwickelten rudimentäre Ansätze von politischer Partizipation. Aber die Not der Nachkriegszeit überlagerte die Erinnerung an die zwölf Jahre Nationalsozialismus, so dass sich auch Täterinnen als Opfer sehen konnten.  Einige Fragen sind: Wie nahmen Besatzungsmacht und Journalist*innen diese Ambivalenz wahr? Welche Relevanz hatten die „Trümmerfrauen“?  Warum kam es trotz der Stärke und immensen Leistungen der Frauen so bald zu einer Restauration der tradierten Geschlechterverhältnisse?
Ina Hoerner-Theodor war 40 Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, sie hat mehrere Schriften zu frauen- und lokalgeschichtlichen Themen veröffentlicht. Als links-feministische Aktivistin hält sie Vorträge und führt historische Stadtrundgänge zu frauengeschichtlichen Themen durch.

Vortrag im Friedensbildungswerk

In Kooperation mit dem Friedensbildungswerk