Rahab Njeri wurde 1984 in Kenia geboren. Sie studierte u.a. in Köln Nordamerikastudien, promovierte 2020 in Geschichte an der Universität Trier zu dem Thema Black Canada und untersuchte dabei z.B., wie Blackness von 1960 bis 1990 im kanadischen Raum konstruiert und repräsentiert wurde. Im Fokus stand die Frage, was es bedeutet, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort Schwarz zu sein. Dabei widmete sie sich u.a. dem Caribana, einem Karneval in Toronto.

 

Seit 1997 lebt Rahab Njeri in Köln Ehrenfeld. sie arbeitet als Coach für Diversity und Intersektionalität, Antidiskriminierung, Postkolonialismus, Critical Whitness und Gender. Sie ist Mutter von 2 Kindern und seit neuestem aktiv im Kölner Frauengeschichtsverein. Für ihn organisiert sie 2020 eine Online-Tagung Through their Eyes: Black Women’s Narratives and their (Her) Stories .  Im WS 2020/21 gibt sie ein Seminar am Gestik Köln.

 

Aus einem Interview: Überraschend war für mich auch, wie im Laufe des Forschungsaufenthalts in Kanada meine eigene Identität erst einmal dekonstruiert wurde. Dort erwartete man nach dem vorangegangenen Mail-Kontakt nämlich eher eine weiße Wissenschaftlerin aus Deutschland, glaube ich. Als ich dort war, versuchten dann alle, mich begrifflich irgendwie zu „fassen“: Zuerst war ich „African German“, dann war ich „the girl from Germany“, dann „the black girl from Germany“, am Ende war ich dann Jerry. Im Alltag wurde ich oft als „African German“ wahrgenommen. In Deutschland hätte ich diese Identität gar nicht angenommen, aber dort war ich eben „the black German“ und das führt natürlich genau auf meine Forschungsfrage hin, wie man seine eigene Identität konstruiert." aus: IM GESPRÄCH mit IRTG-Doktorandin Rahab Njeri über Black History in Kanada